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	<description>Ausziehen für Anfänger</description>
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		<title>Plumps.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. – Aber er fällt! Ob er sich überreif und träge nicht mehr halten kann oder schon früh von melonengroßen Hagelkörnen, Sturmwind oder gierigen Vögeln vertrieben wird: Irgendwann plumpst der Apfel auf die Erde. Dann liegt er da und ist ganz plötzlich unwiderruflich abgeschnitten von der Versorgungsleitung in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_827" class="wp-caption alignright" style="width: 318px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/05/thinkstock.de_iStockphoto.jpg"><img class="wp-image-827 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/05/thinkstock.de_iStockphoto.jpg" alt="" width="308" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/iStockphoto</p></div>
<p>Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. – Aber er fällt! Ob er sich überreif und träge nicht mehr halten kann oder schon früh von melonengroßen Hagelkörnen, Sturmwind oder gierigen Vögeln vertrieben wird: Irgendwann plumpst der Apfel auf die Erde. Dann liegt er da und ist ganz plötzlich unwiderruflich abgeschnitten von der Versorgungsleitung in den Apfelbaumästen. Er muss alleine klarkommen. Der arme Apfel!</p>
<p>Ich fand dieses Apfelbaum-Bild schon immer ziemlich hart. Obwohl man zugeben muss, dass es auch etwas Bewundernswertes und Positives hat, sich so konsequent wie der kleine Apfel von seinen Versorgern loszureißen. Mit einem Ruck auf die Erde springen. Das war’s. „Egal, was du mit mir vor hast, Welt – ich bin bereit!“</p>
<p>Leider ist das im wahren Leben irgendwie anders. Ich bin – rein räumlich gesehen – wohl eher mit Anlauf vom elterlichen Baum gesprungen. Das hätte doch auch die ganze Selbständigkeitsbildung beschleunigen müssen. Hat es auch, aber damit abgeschlossen habe ich nach immer noch nicht. Wenn ich Geld brauche, frage ich … den Baum. Wenn ich mal wieder keine Ahnung habe, was meine Krankenkasse von mir will, frage ich … den Baum. Als ich nicht wusste, wo ich meine vielen lieb gewonnenen Möbel nach dem Umzug unterbringen sollte, fragte ich … den Baum. Und überhaupt: Wo würde ich wohnen, wenn ich meine Freunde in der Heimat besuchen will, wenn nicht bei meinen Eltern? So viel zur netten Illusion vom Selbstständigsein …</p>
<p>Ich würde mal behaupten, dass es den meisten Ausgezogenen ähnlich geht. Ob es das Geld ist oder das Wissen, die Reisen, das Auto der Eltern – man kann vieles davon einfach zu gut gebrauchen. Mich entspannt der Gedanke enorm, eine gewisse Zeit nach dem Auszug mit den Eltern rechnen zu dürfen. Sie sind ein bisschen das Sicherheitsnetz unter unseren ersten Hochseilversuchen als Erwachsene.</p>
<p>Wahrscheinlich funktioniert das mit den Eltern doch nicht wie bei einem Apfelbaum, sondern eher wie bei Pilzen und ihrem Myzelgeflecht: Der Kinderpilz steht weit genug weg vom Mutterpilz, dass er nicht verdächtig wirkt, und ist augenscheinlich unabhängig. Aber unter der Erde steht die Verbindung – für den Notfall.</p>
<p>PS: Eigentlich geht es bei dem Apfelbaum-Bild zugegebenermaßen um Vererbung. Für alle, bei denen das mehr Panikattacken als Freudensprünge verursacht, hier noch ein Trost: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, es wäre denn, er steht am Hang.“ (wahrscheinlich Karl Valentin)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="background-color: #f66;padding: 5px;color: #fff">
<p><strong>Unpassend zum Thema:</strong></p>
<p>Die Bibel rät uns übrigens das Gegenteil – einfach am Baum hängenbleiben: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ <a href="http://www.bibleserver.com/text/LUT/Johannes15%2C5">(Johannes 15,5)</a></p>
<p>Schön, dass man sich von manchem niemals abnabeln muss.</p>
</div>
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		<title>Tschüss Korb, sagte der Hahn</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 08:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich fühle ich mich ziemlich wohl in meiner neuen Männer-WG. Obwohl ich dafür tatsächlich meine vier graziösen Mitbewohnerinnen verlassen habe. Sicher, der Umgangston ist jetzt etwas militärisch angehaucht, aber das ist schon okay. Ich bin jetzt nicht mehr der einzige Biertrinker in der Wohnung, das ist schön. Die Gesprächsthemen haben außerdem deutlich an Tiefgang gewonnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich fühle ich mich ziemlich wohl in meiner neuen Männer-WG. Obwohl ich dafür tatsächlich meine vier graziösen Mitbewohnerinnen verlassen habe. Sicher, der Umgangston ist jetzt etwas militärisch angehaucht, aber das ist schon okay. Ich bin jetzt nicht mehr der einzige Biertrinker in der Wohnung, das ist schön. Die Gesprächsthemen haben außerdem deutlich an Tiefgang gewonnen. Ging es in meiner alten WG noch um Zalando-Bestellungen und Haare färben, reden wir jetzt über die wirklich großen Themen: Frauen, Sport, Frauen, Karriere, Autos und Frauen. Das alles hatte mir in der Mädels-WG gefehlt und deshalb bin ich umgezogen.</p>
<div id="attachment_807" class="wp-caption alignright" style="width: 186px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/05/thinkstock.de_Jupiterimages.jpg"><img class="size-full wp-image-807 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/05/thinkstock.de_Jupiterimages.jpg" alt="" width="176" height="444" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Jupiterimages</p></div>
<p>Übrigens beginnen 53 Prozent der Deutschen drei Monate vor dem Umzug mit der Planung desselben. Da bin ich als lebendiger Fisch gegen den Strom geschwommen und habe meine Planungsphase circa vier Tage vor meinem Umzug gestartet. Da trotzdem alles mehr oder weniger reibungslos über die Bühne gegangen ist, fühle ich mich nun berufen, euch eine kleine Umzugscheckliste mit auf den Weg zu geben:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dinge, die man besser nicht erst vier Tage vor dem Umzug regelt:</strong></p>
<ul>
<li>Den Dauerauftrag für die Überweisung der <em>Miete</em> kündigen oder auf den neuen Vermieter umstellen. (Habe ich einen Tag vor der Überweisung der neuen Miete gemacht. Zum Glück hatte ich einen kulanten Sachbearbeiter bei der Bank …).</li>
</ul>
<ul>
<li>Sollte man ein <em>Zeitungsabonnement</em> haben, empfiehlt es sich, dem Verlag schon frühzeitig die neue Adresse mitzuteilen. Die brauchen nämlich etwas länger, um so etwas umzustellen. (Aus diesem Grund konnten meine alten Mitbewohnerinnen noch zwei Wochen lang Die Zeit auf meine Kosten weiterlesen.)</li>
</ul>
<ul>
<li>Kümmert euch rechtzeitig um <em>Umzugskartons</em>!!! Oft kann man aus Supermärkten kostenlos oder günstig Obstkisten bekommen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Organisiert euch <em>Umzugshelfer</em>. Je eher desto besser, dann könnt ihr sichergehen, dass am Tag des Umzuges jede/r Zeit hat.</li>
</ul>
<ul>
<li>Notiert euch, was ihr für eure Wohnung noch alles <em>kaufen</em> müsst (z.B.Lampen, Badschrank, Duschvorhang, Rollläden …)</li>
</ul>
<ul>
<li>Organisiert euch das nötige <em>Werkzeug</em> (z.B. Akkuschrauber, Bohrmaschine, außerdem einen Vorrat an Nägeln und Schrauben).</li>
</ul>
<ul>
<li>Beantragt – wenn möglich – <em>Sonderurlaub</em>. Vorsicht, der Gesetzgeber gesteht euch eigentlich keinen Sonderurlaub für einen Umzug zu.Trotzdem sind manche Arbeitgeber entgegenkommend und geben euch einen Tag frei.</li>
</ul>
<ul>
<li>Denkt an ein <em>Umzugsfahrzeug</em>. Zum Beispiel von den Eltern, von Freunden oder einem Autoverleih.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dinge, die man in der Woche vor dem Umzug machen sollte:</strong></p>
<ul>
<li><em>Erinnert eure Umzugshelfer</em> noch einmal an den Umzug. Irgendwer hat’s immer vergessen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Packt alles</em>, was ihr habt, in Umzugskartons. Am Tag des Umzugs muss alles eingepackt sein, damit ihr die Sachen schnell von A nach B bringen könnt. Das erhält sowohl eure Moral als auch die eurer Helfer.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn alles eingepackt und die Wohnung weitgehend leer ist, könnt ihr auch schon mal mit dem <em>Reinigen</em> beginnen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Informiert andere Haus- und Mitbewohner</em> in eurer alten und in eurer neuen Wohnung über euren Umzug. Entschuldigt euch im Voraus für Lärm und Schmutz.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Tag des Umzugs:</strong></p>
<ul>
<li>Behaltet zumindest ungefähr den Überblick, in welchem Umzugskarton sich was befindet. So könnt ihr ansagen, wo die Kiste hingestellt werden soll. Genaues <em>Beschriften</em> erspart einem späteres Wühlen in den Kisten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sorgt für <em>Verpflegung</em> und Getränke. Umzüge sind immer anstrengend und ein leerer Magen arbeitet nun mal nicht gerne.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Bedankt</em> euch bei euren Helfern!!! (Sollte aber eigentlich selbstverständlich sein.)</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Inspiziert</em> eure alte Wohnung zum Schluss noch einmal.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nach dem Umzug:</strong></p>
<ul>
<li><em>Einweihungsfeier</em> veranstalten! (Muss ich aber auch noch machen.)</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Neue Gegend</em> ausgiebig erkunden. Habe mich dabei erfolgreich verlaufen, war aber trotzdem schön.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn ihr in eine neue WG zieht, lasst euch die <em>Regeln</em> erklären und macht eventuell Änderungsvorschläge.</li>
</ul>
<p>Ich hoffe diese Checkliste hilft euch weiter, falls ihr einen Umzug plant. Wahrscheinlich ist sie nicht vollständig. Wenn ihr also noch weitere Tipps, Tricks und beachtenwerte Dinge wisst oder euch bei euren Umzügen etwas Schräges passiert ist, kommentiert einfach diesen Beitrag! Oder schreibt an anfaenger@dran.de.</p>
<p>Inzwischen finde ich es übrigens auch richtig toll, als Gast in meiner alten WG vorbeizuschauen. Hochsensibler Kommentar einer alten Mitbewohnerin: „Haha, du vermisst uns!“ Vielleicht ein bisschen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das geläuterte Geburtstagsmonster</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/04/30/das-gelauterte-geburtstagsmonster/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 11:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Geburtstagschronik &#160; 1. März 1991-2007, 0-16 Jahre Jeder dieser Tage endete mit Tränen. Mein Geburtstag war immer eher ein Drama als ein Freudenfest. Das ist ganz allein meine Schuld, ich war ein dramatisch-anspruchsvolles Kind; ja, nahezu ein Geburtstagsmonster. Glaubt man nicht? Ein Mal schrieb ich mir eine Liste, wie viele Geschenke ich in welchem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Geburtstagschronik</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. März 1991-2007, 0-16 Jahre</p>
<p>Jeder dieser Tage endete mit Tränen. Mein Geburtstag war immer eher ein Drama als ein Freudenfest. Das ist ganz allein meine Schuld, ich war ein dramatisch-anspruchsvolles Kind; ja, nahezu ein Geburtstagsmonster. Glaubt man nicht? Ein Mal schrieb ich mir eine Liste, wie viele Geschenke ich in welchem Wert bekommen hatte, um es dann später im Jahr mit den Geschenktischen meiner Schwester vergleichen zu können. Meine armen Eltern! Oft saß ich im Laufe des Tages irgendwann stinkwütend in meinem Zimmer, wenn meine Lieblingscousine zu lange mit meiner Schwester geredet hatte. Das ging einfach nicht, ich war doch heute die einzige, mit der man reden durfte!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. März 2008-2010, 17-19 Jahre</p>
<p>Nach so vielen „Enttäuschungen“ wurde ich auf einmal philosophisch. Was ist denn bitteschön so besonders an diesem Tag? Ich fand es auf einmal mehr als oberflächlich, wenn plötzlich tausend gute Wünsche von Bekannten auf dem Handy auftauchen und die Leute erwarten, dass man glückliche Geburtstagsaugen hat. Ich wollte die Institution „Geburtstag“ abschaffen, fand jedoch keine Unterstützer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. März 2011, 20 Jahre</p>
<p style="text-align: left">Der erste Geburtstag seit meinem offiziellen Auszug – und ich merke es nicht. Weder das obligatorische Bauchkribbeln noch das Gefühl, dass über mir eine Sonne schwebt. Auch wenn ich am Morgen aufwache, weil L. und B. meine Tür mit Schokolade bewerfen; auch, wenn mein Arbeitsplatz sehr süß dekoriert ist – alles fühlt sich irgendwie an wie immer.<a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Schreibtischdeko1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-786" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Schreibtischdeko1-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a></p>
<p>Ohne die kleinen Traditionen von zuhause, die ich gar nicht mal so genau benennen kann, versteht weder mein Herz noch mein Hirn, dass ich ein Jahr älter geworden bin.</p>
<p>Blöderweise habe ich auch die Geburtstagsmusik abbestellt, die mich vielleicht in die richtige Stimmung versetzt hätte: Ich habe mich gegen die Redaktionstradition aufgelehnt und mir gewünscht, dass man mich nicht gesammelt und singend besuchen möge, weil ich nicht vor allen mein Geschenk auspacken will &#8230; Aber nun? Muss ich jetzt für immer 19 bleiben?</p>
<p>Als ich abends ins Bett gehe, hole ich die Kiste aus meinem Koffer, die meine Mutter mir mitgegeben hat. Und dann kommt das Gefühl doch noch, und auch mein 20. Geburtstag endet in Tränen. Glückliche Geburtstags-Tränen, endlich mal.</p>
<p>Denn die lieben, praktischen Geschenke aus der Heimat transportieren auf einmal viel mehr als die großen Geschenke früher auf dem Kindergeburtstagstisch. Meine Lieblingskekse aus Amerika, die ich mir hier nicht leisten kann; ein Fotoalbum vom letzten Familienurlaub; ein Taschenmesser mit Gravur von Papa, damit ich beschützt bin.</p>
<p>Und auch eine wichtige Erkenntnis bekomme ich geschenkt: In dem kleinen, weißen Umschlag von meiner noch einzig lebenden Oma steckt ein Schein, und dieser scheint mir zu sagen: „Uta, wir haben wenig Kontakt, ich weiß nicht genau was du dir wünschst. Aber ich liebe dich und ich wünsche mir, dass du dir was Schönes leistest.“ Seitdem rufe ich meine Oma wöchentlich an, damit sie wieder mehr an meinem Leben teilhaben kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1.  März 2012, 21 Jahre</p>
<p>Nun bin ich älter und reifer als je zuvor. Inzwischen ist mir klargeworden, wieso ich ein so paradoxes Verhältnis zu Geburtstagen habe: Ich feiere mich sowieso jeden Tag. Ich beschenke mich selbst wöchentlich. Mehrere Male im Monat fühlt es sich an, als würde eine Sonne extra für mich scheinen. Ich brauche meinen Geburtstag irgendwie nicht. Wer dran denkt, dem danke ich; wer ihn aber vergisst, dem bin ich auch nicht böse. Aus dem schrecklichen Geburtstagsmonster wurde ein feierndes Alltagskind.</p>
<p>Denn eins weiß ich: Schön, dass es mich gibt. Jeden Tag. Es war eine gute Idee von Gott, mich zu machen. Nicht nur am 1. März eines jeden Jahres.</p>
<div id="attachment_792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Das-Geburtstags-Post-it.jpg"><img class="size-medium wp-image-792" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Das-Geburtstags-Post-it-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Das Geburtstags-Post-it zum überdekorierten Schreibtisch.</p></div>
<p><em>Nachtrag:</em></p>
<p>28.   April 2012, 21 Jahre und fast zwei Monate</p>
<p>Gemütlicher WG-Abend in der Küche. Alle Mitbewohnerinnen waren da, ein bisschen Wein und Käse auch. Auf einmal geheimnisvolles Flüstern. L.  verlässt den Raum und kommt mit einem großen Geschenk auf dem Arm zurück. „Hier, Uta, da wir deinen Geburtstag ja ein bisschen vergessen haben &#8230; und bevor du 22 Jahre wirst, wollten wir dir doch noch was schenken.“</p>
<p>Ja, ich hab mich gefreut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Facebook-Tipp</strong></li>
</ul>
<p>Habe Facebook nicht verraten, wann mein Geburtstag ist, und die facebook-Pinnwandeintrag-Funktion „abgeschaltet“ für den Tag. So vermeidet man hundert Alles-Gute-Posts von den ehemaligen Klassenkameraden aus der Fünften und „Wollte-eigentlich-nur-Hi-sagen,-aber-ups,-du-hattest-ja-letzte-Woche-Geburtstag,-also-happy-birthday“-Posts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Wie feiern?</strong></li>
</ul>
<p>Schau mal in die dran-Ausgaben der letzten Jahre. Unter der Rubrik „feierlaune“ findet man in jedem Heft gute Ideen!</p>
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		<title>Einbrechen für Anfänger</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/04/24/einbrechen-fur-anfanger/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 13:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Schaurig dunkel ist es in der WG, ein Zimmer ist leer, in zwei Zimmern liegen die Bewohnerinnen im Halbschlaf. Die Wanduhr tickt und der Mond geht gerade auf. Da dröhnt plötzlich die Türklingel durch die Wohnung. Meine Taktik: tot stellen. Dann wird schon jemand anderes aufstehen. Schritte. Aha – da hatte eine ihren Schlüssel vergessen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schaurig dunkel ist es in der WG, ein Zimmer ist leer, in zwei Zimmern liegen die Bewohnerinnen im Halbschlaf. Die Wanduhr tickt und der Mond geht gerade auf. Da dröhnt plötzlich die Türklingel durch die Wohnung. Meine Taktik: tot stellen. Dann wird schon jemand anderes aufstehen. Schritte. Aha – da hatte eine ihren Schlüssel vergessen. Der Aufwand aufzustehen lohnt sich immer noch nicht. Wahrscheinlich ist der Aufruhr gleich vorbei, wenn alle wieder in ihren Zimmern verschwunden sind. Stattdessen: Dumpfes Geschimpfe im Flur. Bloß nicht bewegen. Aber die Neugier siegt irgendwann und ich stehe doch auf. Im Flur stehen zwei meiner Mitbewohnerinnen: die eine verzweifelt, die andere hilflos. Dummerweise hat M.<a title="" name="_ftn1" href="post.php?post=750&amp;action=edit#_ftnref1"></a><span class="MsoFootnoteReference"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt;font-family: 'Century Gothic'">[1]</span></span></span></span> nämlich nicht nur den Schlüssel zur  Wohnungstür vergessen, sondern auch den zu ihrem Zimmer. Nach drei Wochen Urlaub drohen M. <a title="" name="_ftnref1" href="#_ftn1"></a>jetzt also noch mindestens zwei Nächte im Gästezimmer. Ohne Klamotten, ohne Krimskrams, ohne Lernhefter. Das ist schlimm.</p>
<p>Jetzt, da wir alle sowieso schon wach sind, wollen wir deshalb nicht so schnell aufgeben. Ich hole meinen Werkzeugkoffer und wir machen uns abwechselnd am Schloss zu schaffen …</p>
<div id="attachment_763" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_Creatas1.jpg"><img class="size-medium wp-image-763" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_Creatas1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Creatas</p></div>
<p>Hier kommt das vorgezogene Fazit der Geschichte: Jede Wohnung braucht einen Werkzeugkoffer! Und Menschen, die wissen, wozu die Einzelteile zu gebrauchen sind. Die vielen kleinen Dinge, die in der eigenen Wohnung ständig kaputtgehen, kann man oft auch schnell selbst reparieren. Und damit ist nicht gemeint, dass man – wie ich es am Anfang gemacht habe – alles mit Gaffer Tape verarztet. Wenn man die Tricks kennt und das richtige Werkzeug griffbereit hat, kann das Ergebnis sogar vorzeigbar aussehen. Eigentlich sollten Eltern vor dem Auszug einen Heimwerker-Workshop für ihre Kinder veranstalten mit den Fächern:  Wie repariere ich – wenigstens provisorisch – eine kaputte Klospülung? Wie kann ich ein Abflussrohr reinigen? Wie wechselt man eine Leuchtstoffröhre? Wie streiche ich eine Wand? … Und wie knackt man eigentlich ein Türschloss? All das kann überlebenswichtig sein.</p>
<p>Gefühlte drei Stunden haben wir inzwischen am Türschloss rumgefummelt und gestochert. Die Kunst besteht darin, mit dem Haken, den man sich erstmal herstellen muss, im Schloss die Schlüsseldrehung nachzuahmen. Das Klicken, das man dabei hört, ist nervenaufreibend, weil es fieserweise genauso klingt, wie das ersehnte Klicken beim Entriegeln des Schlosses. Keine Ahnung, wie oft wir das versucht haben. Irgendwann dann ein unspektakuläres: Klick. Klink. Offen. Umso spektakulärer das Gefühl, es tatsächlich geschafft zu haben! Großartig.</p>
<div id="attachment_774" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Koffer.jpg"><img class="wp-image-774 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/Koffer-300x278.jpg" alt="" width="256" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Der eigentliche Held des Abends.</p></div>
<p>Übrigens sind dabei zwei Kleiderbügel draufgegangen. Den Haken, den wir aus dem einen geknetet hatten, habe ich später sorgfältig in meinem Werkzeugkoffer verstaut … für künftige Notfälle und auch ein bisschen als Trophäe. Eines Tages wird man vielleicht einmal Heldenlieder darüber singen, wie wir einst das Türschloss bezwangen. Und selbst wenn nicht: Zu wissen, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit den Klempner rufen muss, ist einfach beruhigend.</p>
<div>
<div>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p class="MsoFootnoteText"><a title="" name="_ftn1" href="post.php?post=750&amp;action=edit#_ftnref1"></a><span class="MsoFootnoteReference"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size: 10pt;font-family: 'Century Gothic'">[1]</span></span></span></span> Abkürzung von der Redaktion geändert.</p>
<p class="MsoFootnoteText">
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Workshops: </strong></li>
</ul>
<p><a href="http://www.diy-academy.eu/kurse/kursprogramm.html">Hier </a>werden neben normalen Heimwerker-Kursen auch solche speziell für Frauen angeboten.</p>
<ul>
<li><strong>Die Hausmeister-Einkaufsliste:</strong></li>
</ul>
<p><strong>(Liste zum ergänzen und ausdrucken)</strong></p>
<p>- Hammer</p>
<p>- Säge</p>
<p>- Zange (verschiedene können nicht schaden)</p>
<p>- Gaffer Tape/Panzerband</p>
<p>- Nägel, Schrauben, Muttern, Dübel</p>
<p>- Teppichmesser</p>
<p>- Schere</p>
<p>- Schraubendreher (Kreuz und Schlitz)</p>
<p>- Zollstock/Maßband</p>
<p>- Kleine Wasserwaage</p>
<p>- Glühbirnen</p>
<p>- Nähzeug</p>
<p>- Häkelnadel</p>
<p>- Draht</p>
<p>- Bindfaden</p>
<p>- Luxusteil: Akkuschrauber</p>
<p>______________</p>
<p>______________</p>
<p>______________</p>
<p>______________</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Katzenjammer</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/04/19/katzenjammer/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nur ein Katzensprung bis zu meiner Kirche. Man braucht keine Minute. Entweder geht man zur Haustür raus und dann den kleinen Weg entlang, auf dem ich mich mit fünf mal mit meinen Rollschuhen hingelegt habe, oder man nimmt die Terrassentür und klettert über den Gartenzaun – die bisweilen schmerzhaftere Variante. Dann zieht man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_724" class="wp-caption alignright" style="width: 275px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_Hermera2.jpg"><img class=" wp-image-724" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_Hermera2-300x262.jpg" alt="" width="265" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Hermera</p></div>
<p>Es ist nur ein Katzensprung bis zu meiner Kirche. Man braucht keine Minute. Entweder geht man zur Haustür raus und dann den kleinen Weg entlang, auf dem ich mich mit fünf mal mit meinen Rollschuhen hingelegt habe, oder man nimmt die Terrassentür und klettert über den Gartenzaun – die bisweilen schmerzhaftere Variante. Dann zieht man die schwere Kirchentür auf und atmet prompt diesen typischen Geruch aus Kaffee, Menschen und guten Gesprächen ein. Jetzt im Frühling strahlt die Sonne durch die bunten Glasfenster und wirft gelbe und grüne Flecken auf die Stuhlpolster. Und wenn Familiengottesdienst ist, sitzen Groß und Klein bis hinten zur Tür auf diesen Lichtflecken und schwitzen. Ein wundervoller Ort.</p>
<p>Seit ich im letzten Sommer zuhause ausgezogen bin, muss ich etwas weiter laufen, bis ich bei meiner Kirche bin. Über die Autobahn sind es vierzig Kilometer. Kein Katzensprung. Trotzdem bin ich ihr bisher treu geblieben – in meinem Leben gibt es noch keine Neue. Dabei habe ich schon manche It-Gemeinde abgecheckt und mit manch charmanter Predigt geflirtet. Abenteuer – aber nichts Ernstes. Die erste große Liebe vergisst man halt nicht so schnell.</p>
<p>Es sind die Menschen, die meine Kirche für mich zu meinem Zuhause machen. Meine Familie, unsere Nachbarn, die Mütter und Väter, die Kinder, die Jugendlichen und die Alten. Sie haben Macken – sicher. Wie jeder, wenn man ihn genauer kennenlernt. Und ich behaupte auch nicht, dass bei uns alles eitel Sonnenschein ist. Bei uns fliegen die Fetzen. Aber ich habe mit jedem dieser Menschen meine Geschichte und so etwas findet man halt nicht so schnell in den Gelben Seiten.</p>
<p>Ein Dilemma. Und dabei bin ich mit meinen vierzig Kilometern noch gut dran – meine Mitbewohnerinnen haben es weiter bis nach Hause. Vielleicht haben sie es aber auch leichter, weil die Entfernung ihnen die Entscheidung abnimmt: Sie müssen sich eine neue Gemeinde suchen – oder sie bleiben ohne geistliche Heimat.</p>
<p>Gott sei Dank können Beziehungen wachsen. Geschichten mit Menschen können geschrieben werden. Aber dafür braucht man Zeit. Und deshalb werde ich mir erst eine neue Kirche suchen, wenn ich tatsächlich lange genug an einem Ort lebe. Meine Eltern waren da mutiger: Obwohl sie nicht wussten, ob sie nach einem Jahr wieder umziehen müssen, gingen sie damals mit ganzem Herzen in unsere Gemeinde, als ob sie für immer da bleiben. Sie wohnen noch immer in dem Haus hinter der Kirche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auf der Suche nach einer neuen Liebe? Guck mal <a href="http://www.erf.de/103-Gemeindeatlas_quick.html">hier</a>.</strong></p>
<p>&gt; Gemeinden, die noch nicht drin sind, können sich übrigens kostenlos eintragen lassen.</p>
<p>&gt; Viele Gemeinden der Landeskirche fehlen im Gemeindeatlas – die kann man, mit etwas mehr Aufwand, <a href="http://www.ekd.de/kirche/gliedkirchen/karte.html">hier </a>finden:</p>
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		<title>Vogelalarm</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/04/11/vogelalarm/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 06:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Trotteliges]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlafenszeit. Eigentlich. Aber &#8230; ein einsames Zwitschern, irgendwo in der Wohnung. Tiefer, fester und länger als ich kann man nicht schlafen – doch die Schmerzensschreie des Vogels reißen mich tatsächlich aus dem Schlaf. Dann minutenlang nichts. ,Habe ich es mir doch nur eingebildet oder sogar geträumt?’, denke ich schlaftrunken. Ich beschließe, weiterzuschlafen. Erbärmlich traurig und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlafenszeit. Eigentlich. Aber &#8230; ein einsames Zwitschern, irgendwo in der Wohnung. Tiefer, fester und länger als ich kann man nicht schlafen – doch die Schmerzensschreie des Vogels reißen mich tatsächlich aus dem Schlaf. Dann minutenlang nichts. ,Habe ich es mir doch nur eingebildet oder sogar geträumt?’, denke ich schlaftrunken. Ich beschließe, weiterzuschlafen.</p>
<div id="attachment_703" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_iStockphoto2.jpg"><img class=" wp-image-703" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/thinkstock.de_iStockphoto2-300x242.jpg" alt="" width="300" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/iStockphoto</p></div>
<p>Erbärmlich traurig und einsam klingt erneut ein Zwitschern durch die WG-Hallen, es zerreißt mir fast das Tierarzt-Tochter-Herz. Ich muss dazu sagen:  Mir ist das Aufstehen so ein Gräuel, dass ich eher im Bett verdursten würde, als mir mitten in der Nacht ein Glas Wasser zu holen. Ich befinde mich also in einem Dilemma: Wenn ich nun im Halbschlaf aufstehe und der Vogel dann sowieso schon tot ist, dann wäre es umsonst gewesen. Oder: Was, wenn ich aufstehe und er ist undankbar und attackiert mich? Das wäre &#8230; gemein.</p>
<p>Erneut ein Zwitschern. War das schon leiser? Ich muss handeln.</p>
<p>Ich zwinge mich aufzustehen, reiße alle Fenster im Flur, Bad und Küche auf und starre ins Dunkel: Wo ist denn nun das blöde Vieh? „Jetzt flieg schon raus“, sage ich laut. Da, ein Zwitschern direkt über mir – vor Schreck renne ich los, zurück in mein Zimmer ins sichere Bett. Aah. Ruhe.</p>
<p>Trillip.</p>
<p>Mental versuche ich, Kontakt zu dem Vogel aufzunehmen, um nicht noch mal aufstehen zu müssen: „Da ist ein Fenster, da kannst du rausfliegen“, versuche ich ihm zu vermitteln, „Loooos!“</p>
<p>Ein Zwitschern. Ahh!</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der nächste Morgen, Frühstück mit Maggie:</p>
<p>- „Sag mal, wieso waren denn heute früh eigentlich alle Fenster auf? Und &#8230; Uta, du siehst ja schrecklich aus.“</p>
<p>- „Der arme Vogel heute Nacht hat mich auf Trab gehalten. Hast du den denn nicht piepsen hören? Du hättest mir ruhig mal helfen können!“</p>
<p>- „Vogel? Hab ich nicht gehört. Aber, da fällt mir ein, die Batterie des Feuermelders ist leer, der hat sich gestern Abend mal gemeldet. Sollten wir mal wechseln &#8230;“</p>
<p>Die Moral von der Geschicht? Was man nicht kennt, erkennt man tatsächlich nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für alle, die auf einen geistlichen Impuls nicht verzichten wollen: „Meine Schafe erkennen meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen meinem Ruf.“ (Johannes 10, 27)</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Rauchmelderpflicht ?</strong></li>
</ul>
<p>… besteht in Deutschland nicht grundsätzlich. Weil über das Baurecht das Bundesland und nicht der Bund entscheidet, ist das in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. Einige Bundesländer haben keine Rauchwarnmeldepflicht. Eine teilweise Rauchmeldepflicht (d.h. meist nur für Neu- und Umbauten) besteht in: Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen). Mehr dazu kann man <a href="http://www.feuerfritze.de/brandschutztipps/gesetzgebung/bundeslaender/index.php#0770449c110986512">hier </a>nachlesen.</p>
<ul>
<li><strong>Brandmelder-Artenkunde :</strong></li>
</ul>
<p>Unterschiedliche Typen von Feuer- oder Rauchmeldern werden unter dem Namen „Brandmelder“ zusammengefasst. Dazu gehören dann auch die von Hand zu bedienenden Alarmsysteme, die wir aus der Schule kennen. Die wichtigsten Typen sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#Brandgas-_oder_Rauchgasmelder">Brandgas- oder Rauchgasmelder</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#W.C3.A4rmemelder">Wärmemelder</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#Flammenmelder">Flammenmelder</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#Multikriterien-Melder">Multikriterien-Melder</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#Rauchmelder">Rauchmelder</a> (erkennen den Rauch nicht wie Rauchgasmelder an der stofflichen Zusammensetzung der Luft, sondern z.B. an optischen Veränderungen). Optische Rauchmelder werden zurzeit am häufigsten verwendet.</p>
<ul>
<li><strong>Zum weiterlesen: <a href="http://www.rauchmelder-lebensretter.de/">Klick.</a></strong></li>
</ul>
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		<title>Virtuelle Osterdeko</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/04/03/virtuelle-osterdeko/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 11:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(von Kristina) Gerade weil die Weihnachtsdeko in unserer WG so verschwenderisch pompös war, ist es umso deprimierender, dass wir zu Ostern gar nichts geschmückt haben. Nicht ein Osterei hat sich in die Südstraße verirrt und es stand auch kein einziges Kunstfussel-Osternest auf der Fensterbank. Wozu auch dekorieren, wenn wir alle den (großzügig bemessenen) Zeitraum um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(von Kristina) Gerade weil die Weihnachtsdeko in unserer WG so verschwenderisch pompös war, ist es umso deprimierender, dass wir zu Ostern gar nichts geschmückt haben. Nicht ein Osterei hat sich in die Südstraße verirrt und es stand auch kein einziges Kunstfussel-Osternest auf der Fensterbank. Wozu auch dekorieren, wenn wir alle den (großzügig bemessenen) Zeitraum um Ostern sowieso nicht in der WG verbringen? Zumal die Osterdeko offensichtlich auch gar nichts mit dem Ostern zu tun hat, was wir am Wochenende feiern werden. Die Tatsache, dass wir Ostern irgendwie weniger zelebrieren als Weihnachten, macht mich aber jedes Jahr nachdenklich. Deshalb gibt es jetzt virtuelle Osterdeko für den dran-Blog und ein paar Theorien, warum Hase, Ei und Co doch gar nicht so weltlich sind …</p>
<div id="attachment_677" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/untitled2jpg.jpg"><img class="size-medium wp-image-677" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/untitled2jpg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Digital Vision</p></div>
<p><strong> Osterhase</strong></p>
<p>Der Hase ist ein Frühlingstier. Man sieht ihn und seine Jungen, sobald der Winter vorbei ist. Was ihn darüber hinaus zum Osterstar prädestiniert, liegt ein bisschen im Dunkeln. Besonders originell ist aber die Erklärung, dass jemand ein schlecht gezeichnetes oder gebackenes Osterlamm mit einem Hasen verwechselt haben soll. Oft wird bei der Erklärung auch das Dreihasenbild genannt – Symbol der Dreieinigkeit.</p>
<div id="attachment_672" class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/untitled-jpg1.jpg"><img class=" wp-image-672" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/untitled-jpg1-200x300.jpg" alt="" width="168" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Digital Vision</p></div>
<p><strong> Osterei:</strong></p>
<p>Obwohl das Osterei ursprünglich nicht aus der christlichen Tradition stammt, lassen sich ein paar Bezüge herstellen: So wird es unter anderem beim Pessach-Fest gegessen. Im Mittelalter deutete man das Ei oft als Symbol der Auferstehung Christi. Zu Ostern wurde es besonders gern gegessen, weil viele Katholiken in der Fastenzeit darauf verzichteten. Wer den Keller nach 40 Tagen voller Eier hatte, musste sich eben was einfallen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Ostern“</strong></p>
<p>In den meisten Sprachen ist die Bezeichnung für das Osterfest vom aramäischen Wort für das jüdische Pessach-Fest abgeleitet. Im Deutschen und im Englischen hat die Bezeichnung einen anderen Ursprung: Das Wort „Ostern“ stammt vom altgermanischen austro für „Morgenröte“ ab. Wahrscheinlich hängt das mit der Bibelstelle zusammen, in der die Frauen das leere Grab von Jesus finden:</p>
<p><em>Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war. (Markus 16,2-4)</em></p>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/710410201.jpg"><img class="size-medium wp-image-663" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/04/710410201-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/John Foxx</p></div>
<p style="text-align: center">
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		<title>Briefkastenparty</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/03/20/briefkastenparty/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Langsam müsste die Post doch misstrauisch werden! Den Namen auf den Briefen zu urteilen, die regelmäßig in unserem WG-Briefkasten landen, müssten da mindestens zwölf Leute wohnen! In Wahrheit sind es nur fünf. Plus sieben Phantom-Existenzen, die gerüchteweise vor Urzeiten mal da gewohnt haben – manche Namen begegnen mir so zum ersten Mal. Weil viele der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Langsam müsste die Post doch misstrauisch werden! Den Namen auf den Briefen zu urteilen, die regelmäßig in unserem WG-Briefkasten landen, müssten da mindestens zwölf Leute wohnen! In Wahrheit sind es nur fünf. Plus sieben Phantom-Existenzen, die gerüchteweise vor Urzeiten mal da gewohnt haben – manche Namen begegnen mir so zum ersten Mal.</p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/03/thinkstock.de_Photodisc.jpg"><img class="size-medium wp-image-650 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/03/thinkstock.de_Photodisc-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Photodisc</p></div>
<p>Weil viele der ehemaligen Bewohner meiner WG sich auch nicht darum gekümmert haben, dass ihre Adressen korrigiert wurden, bekommen wir ständig Post, die wir gewissenhaft auf dem Flurschränkchen stapeln. Manchmal findet sie dann auch den Weg zu ihrem rechtmäßigen Empfänger – nach diversen Rundreisen, versteht sich. So bekam ich gestern Abend eine SMS von meiner Vormieterin: „Kristina, kannst du bitte meine Post mit zur Arbeit nehmen und sie Sarah geben. Danke.“ Hab ich natürlich gemacht. Wenigstens den ersten Teil. Als ich mich endlich wieder an die Briefe in meiner Tasche erinnerte, war Sarah schon weg und die Post musste noch den Umweg über ihre Mitbewohnerin nehmen.</p>
<p>Die Deutsche Post ist da gewissenhafter. Neulich habe ich über so einen Blindgängerbrief erfahren, dass eine der früheren Bewohnerinnen gerade Geburtstag hatte – auch nicht schlecht, weil ich sonst vergessen hätte zu gratulieren. Aber im Großen und Ganzen ist es doch eher ein ärgerlicher Zustand – weniger für mich als für die Absender und Empfänger.</p>
<p>Aber warum mit dem Finger auf andere zeigen: Erst vor zwei Wochen machte mir ein Drohanruf vom BAföG-Amt klar, dass ich denen wohl auch nie meine neue Adresse mitgeteilt hatte. Und der Post sowieso nicht. Wenn ich genau darüber nachdenke, fällt mir niemand ein, von dem ich wüsste, dass er einen Nachsendeauftrag laufen hat.</p>
<p>Scheitert die Post an unserer Bequemlichkeit? Wer umzieht, ist meist schon mit den absolut unerlässlichen Behörden- und Ummeldekatastrophen bedient. Jetzt noch bei der Post antanzen? Und wieder Geld bezahlen? Das wird schon irgendwie laufen. Zur Not wohnen ja noch die alten Mitbewohner da – die können einem ganz wichtige Briefe nachschicken. Es hat ja auch ein paar Vorteile, keine Post mehr zu bekommen. Vor Werbung und den gräulichen Liebesbriefen von der GEZ bleibt man so auch verschont. Außerdem kann man den paar Leuten und Organisationen, von denen man gerne brieflich beglückt wird, seine neue Adresse auch exklusiv zukommen lassen. Das spart einem dann auch 25 Euro für den Nachsendeantrag.</p>
<p>Irgendwie ist Wegziehen ohne Spuren zu hinterlassen auch mies. Nicht nur gegenüber den dahinsiechenden Briefen auf dem Flurschrank. Es ist ein – ja, so dramatisch muss man das mal formulieren – vorgegaukelter Neuanfang: Plötzlich ist der Briefkasten leer und die Spreu vom Weizen getrennt. Blöd nur, dass die unangenehme Post ja nicht aus der Welt ist, sondern nur zuverlässig in eine Sackgasse geliefert wird. Um das böse Erwachen – wie bei mir und dem BAföG-Amt – zu vermeiden, hier der gute Rat: Am besten schon vor dem Auszug bei der Post den Nachsendeantrag stellen! Oder ganz schnell eine Adressänderung bei den wichtigsten Stellen auf die To-Do-Liste setzen.</p>
<p>Und überhaupt: Neuanfänge müssen kein Geld kosten, aber ehrlich sollten sie sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Nachsendeantrag:</strong></li>
</ul>
<p>… heißt, dass die Post alle Briefe bis zu 12 Monate lang von der alten an die neue Adresse weiterleitet. Der Antrag muss spätestens fünf Tage vor dem Auszug gestellt werden und kostet zwischen 15,20 und 25,20 €. Für Pakte, die nachgeschickt werden müssen, zahlt man extra.</p>
<p>Die Post gibt bei einem Nachsendeverfahren die neue Adresse nur auf Anfrage an den Absender weiter. Und auch nur dann, wenn man diese Weitergabe bei Antragstellung nicht ausdrücklich verboten hat.</p>
<p>Mehr Infos <a href="http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&amp;skin=hi&amp;check=yes&amp;lang=de_DE&amp;xmlFile=59518">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Adressänderungen:</strong></li>
</ul>
<p>Weil der Absender nicht grundsätzlich darüber informiert wird, dass seine Briefe an einer veralteten Adresse landen, sollte man sich trotz des Nachsendeauftrags schnell darum kümmern, seine neue Adresse im Bekanntenkreis zu streuen.</p>
<p>Adressänderungen bei Behörden und Organisationen kann man meistens direkt über deren Homepage abwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Feierabend &#8230;</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/03/12/feierabend/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor einem halben Jahr zuhause ausgezogen bin, hatte ich ein erklärtes Ziel: Außerhalb der Arbeit sollte es ein entspanntes Jahr werden. Ich wollte Feierabend für Feierabend alleine in meinem Dachstübchen hausen, keiner Menschenseele begegnen, literweise Tee trinken, Musikern mit abenteuerlichen Bärten lauschen und jede Minute meines freien Daseins voll auskosten, bis tief in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor einem halben Jahr zuhause ausgezogen bin, hatte ich ein erklärtes Ziel: Außerhalb der Arbeit sollte es ein entspanntes Jahr werden. Ich wollte Feierabend für Feierabend alleine in meinem Dachstübchen hausen, keiner Menschenseele begegnen, literweise Tee trinken, Musikern mit abenteuerlichen Bärten lauschen und jede Minute meines freien Daseins voll auskosten, bis tief in die Nacht hinein.</p>
<div id="attachment_638" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/03/950016951.jpg"><img class="size-medium wp-image-638" src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/03/950016951-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/iStockphoto</p></div>
<p>Ein halbes Jahr später ist es Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Desillusioniert? Schon ein bisschen.</p>
<p>An manchen Tagen schätze ich es, dass eine WG eher eine Zweckgemeinschaft ist, als eine Familie. Wie Kristina in ihrem letzten Blog-Eintrag geschrieben hat – „es gibt wenige Verbindlichkeiten außerhalb des Putzplans“. Und das heißt viel Freiheit und bärtige Männer für mich.</p>
<p>Aber an anderen Tagen spüre ich in meiner WG den Wunsch nach echter Gemeinschaft und Familien-Feeling. Manchmal bei mir selber, manchmal bei den anderen. Das Dilemma: Nur ganz selten stimmen wir in unseren Bedürfnissen und unserem Timing überein: Wenn dem einen nach Spieleabend ist, will der andere ganz in Ruhe seine Wäsche machen und noch jemand anderes besetzt das Wohnzimmer, indem er lautstark seine Lieblingsserie guckt. Und weil man ja niemanden vereinnahmen möchte, wird nicht darüber geredet, aber unterschwellig brodeln die Erwartungen, die man aneinander hat. Das frustriert mich und ich werde ganz schön unentspannt in meinem kleinen Reich. Denn wie kann ich meine Freiheit genießen, wenn ich weiß, dass ich im Wohnzimmer sein sollte, lustig und offen für die Abendgestaltung, mich selbst verschenkend?</p>
<p>Ich bin mit dem Thema noch nicht fertig. Manchmal plädiere ich vor mir selber dafür, dass jeder Mensch oft genug eine Tür braucht, die er hinter sich schließen kann und dass ich lieber meine WG enttäusche, als zu riskieren, unausgeglichen zu werden und langfristig mehr Menschen vor den Kopf zu stoßen. Aber immer öfter verfolge ich einen anderen Gedanken: Liebe. So pathetisch das klingt. Gott hat mir mein Leben geschenkt, damit ich es lebe und liebe und bärtigen Männern lausche. Und vor all dem hat er mir mein Leben geschenkt, damit ich dafür sorge, dass diese Lebensfreude nicht allein bei mir bleibt, sondern ich sie teile und verschenke und anderen Menschen ermögliche. Und damit auch andere ihre Liebe an mich weitergeben können. Das ist ja das wunderlich wunderbare an der Liebe, dass sie mehr wird, wenn man sie verschenkt. Wer weiß, vielleicht bleibe ich gar nicht auf der Strecke, wenn ich aus meinem Zimmer herauskomme? Raus aus der Komfortzone!</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Frei nach dem Motto „Share the love“ hier ein paar musikalische Bart-Glanzlichter mit einem fetten DANKE an meine Freunde, die sie entdeckt und nicht für sich behalten haben:</strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=888JtApkPmw">Shotgun Sister</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e2J-0EtsCpo">Rivers and Roads</a>,  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2-E8dXUIKnc&amp;feature=related">Helplessness Blues,</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7x4NIPIvkhs">Dreh dich nicht um </a></li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Raus aus der Komfortzone:</strong> Weiterlesen auf dran.de. <a href="http://www.dran.de/dranthema/artikel/ansicht/182909sicherheit-versus-abenteuer.html">Klick</a>.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein guter Draht nach Hause &#8211; sondern der beste</title>
		<link>http://blogs.jesus.de/dran/2012/02/27/kein-guter-draht-nach-hause-sondern-der-beste/</link>
		<comments>http://blogs.jesus.de/dran/2012/02/27/kein-guter-draht-nach-hause-sondern-der-beste/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 15:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; von den Vorzügen einer Festnetz-Flatrate. „Oma, hi, kurze Frage – schält man Kartoffeln vor oder nach dem Kochen? Und, wie geht’s dir eigentlich?» Der Verkäufer im Handyladen strahlte mich an: „Da haben wir ein ganz tolles Angebot, Internet und SMS ohne Ende und 100 Freiminuten in alle Handynetze! Das einzige, was sich für Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; von den Vorzügen einer Festnetz-Flatrate.</p>
<div id="attachment_618" class="wp-caption alignright" style="width: 268px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/02/thinkstock.de_Burke_Triolo-Productions1.jpg"><img class="wp-image-618 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/02/thinkstock.de_Burke_Triolo-Productions1-300x300.jpg" alt="" width="258" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">thinkstock.de/Burke/Triolo-Productions</p></div>
<p style="text-align: left"><em>„Oma, hi, kurze Frage – schält man Kartoffeln vor oder nach dem Kochen? Und, wie geht’s dir eigentlich?»</em></p>
<p>Der Verkäufer im Handyladen strahlte mich an: „Da haben wir ein ganz tolles Angebot, Internet und SMS ohne Ende und 100 Freiminuten in alle Handynetze! Das einzige, was sich für Sie ändert – die Festnetz-Flatrate fällt weg, kein Problem, oder?“</p>
<p>Wenige Sekunden später stand ich empört vor der Ladentür. Was fiel dem denn ein? Klar, ich war zu Vertragsänderungen bereit, denn ich wollte mir ein Smartphone anschaffen – aber das war ja wohl die Höhe! ,Mein Handy ohne Festnetzflatrate, das wäre so wie mein Fahrrad ohne Räder, geradezu nutzlos’, dachte ich auf dem Heimweg und trat noch energischer in die Pedale.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align: right"><em>„Papa, stör ich beim Essen? Die Frau im Rathaus hier möchte wissen, ob ich nur meinen Zweitwohnsitz anmelden möchte oder mich ganz ummelden. Woher soll ich das denn wissen?“</em></p>
<p>Es ist nicht so, dass ich besonders gerne telefoniere. Am liebsten pflege ich Beziehungen immer noch, in dem ich den Menschen, mit denen ich rede, auch gegenüber sitze. Und für die seltenen Gespräche mit meiner amerikanischen Gastfamilie eignet sich Skype sowieso besser. Trotzdem ist die Festnetz-Flatrate seit meinem Auszug aus dem elterlichen Heim unersetzlich für mich geworden.</p>
<p style="text-align: right"><em>„Du, Mama, ich bin’s mal wieder. Ich knie hier gerade vor der Waschmaschine und wollte nur wissen: Wenn ich meinen weißen Wollteppich waschen möchte – kann ich den einfach bei 30 Grad durchjagen?“</em></p>
<p>Das Gute an einer Flatrate: Bevor man nachgedacht hat, ob sich das jetzt wirklich lohnt, hat man schon gewählt. Das hat schon Mahlzeiten, Gegenstände und mich selbst gerettet, vor meiner Impulsivität und meiner Wird-schon-klappen-Mentalität.</p>
<p style="text-align: right"> <em>„Schwesterherz, bitte guck ganz schnell mal nach, ob auch noch eine Stunde später ein Zug von Dortmund zurückfährt?!“</em></p>
<p>Vielleicht könnte ich mit einem Smartphone mit Internet-Flatrate all diese Informationen schneller selbst nachgucken. Aber ich will diese kurzen Alltagsgespräche mit meinen Lieblingsmenschen nicht mehr missen, denn sie geben ihnen und mir Einblick in aktuelle Lebenssituationen. Schließlich teilt man diese wegen der räumlichen Distanz nicht mehr auf natürliche Art und Weise. Würde ich nicht spontan und unüberlegt aufgrund der Flatrate ab und an mal zuhause oder bei meinen engsten Freunden durchklingeln, dann käme es wohl noch seltener zu einem Austausch; denn geplante Telefon-Dates find ich doof, und diese werden sowieso oft vom Leben durchkreuzt. Da durchkreuze ich doch lieber gelegentlich mein Leben mit diesen kurzen (oder spontan langen), in jedem Fall aber kostenlosen, Telefonaten.</p>
<p style="text-align: right"> <em>„Hi Tine, (meine liebe Freundin zuhause</em>)<em>, darf ich dich mal ganz kurz volljammern, bevor ich zum Sport muss, denn gerade läuft alles schief &#8230; Wenn ich das hier jemandem erzählen will, muss ich Hochdeutsch reden</em> <em>, und darauf hab ich jetzt erst Recht kein Bock.“</em></p>
<p class="MsoNormal">Das mit der Flatrate gilt für mich auch vertikal. Von der „Flatrate in den Himmel“ hat jeder christlich sozialisierte Jugendliche irgendwann mal gehört, aber erst jetzt beginne ich nachzuvollziehen, welcher Lebensstil sich hinter der Idee verbirgt. Denn so lebensnah, so zweiseitig, so unbegrenzt wie der Kontakt nach Hause ist, den mir die Flatrate auf meinem Handy gerade ermöglicht, so ist in guten Zeiten auch meine Kontaktaufnahme mit Gott durch Gebet. Ich käme nicht im Traum auf die Idee, mir diesen Tarif abschwatzen zu lassen.</p>
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<p><strong>„Zum Glück muss ich keine Roaming-Gebühren fürs Beten zahlen, ich wäre pleite. Gebet ist ja kostenlos, aber übrigens niemals umsonst.“ </strong>Déborah Rosenkranz, eine christliche Sängerin, die viel in der Welt umherreist, im März 2010 für die Joyce. (Roaming-Gebühren fallen an, wenn man im Ausland über ein anderes Netz telefoniert).</p>
<div id="attachment_571" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/02/IMG_9273.jpg"><img class="size-medium wp-image-571 " src="http://blogs.jesus.de/dran/files/2012/02/IMG_9273-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Utas Handy - das Original, das eigentlich auch nicht wirklich mehr kann, als telefonieren und SMS schreiben. Muss es aber auch nicht.</p></div>
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<li> <strong>Zum Weiterdenken:</strong></li>
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<p>Beten ist wie Telefonieren – und was wäre, wenn wir den Vergleich mal ein bisschen überstrapazieren würden?</p>
<p style="text-align: left">Deshalb für alle Spielkinder: Was gehört wozu?</p>
<table class="MsoTableGrid" style="border-collapse: collapse" width="473" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">1: geplante, regelmäßige Telefon-Dates</td>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">a Gebete unterwegs, im Bus, beim   Spazieren, im Supermarkt</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">2: Notruf-Taste</td>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">b Gebetsgemeinschaft</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">3: reiner, telefonischer Informationsaustausch</td>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">c Stille Zeit</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">4: Leitungsstörung/kein Empfang</td>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">d Glaubenskrise</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">5: Telefonkonferenz</td>
<td style="width: 230.3pt;padding: 0cm 5.4pt" valign="top" width="307">e Stoßgebete</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<ul>
<li><strong>Wortschatz:</strong><br />
Telefonterrorist-in, der/die: Bezeichnung meines Vaters für ein anders Familienmitglied, das ebenfalls eine Festnetz-Flatrate hatte und diese eine Zeit lang mangels Beschäftigung etwas zu häufig nutzte &#8230;</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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