Weihnachtsdekoration

Max Oppenheim/thinkstock.de

Weihnachten steht vor der Tür. Aus jedem Fenster leuchten Sterne, Girlanden und sonstiger Weihnachtsschmuck. Kurz gesagt: Die ganze Stadt ist weihnachtlich geschmückt.

Die ganze Stadt? Nein, ein Zimmer in der Südstraßen-WG sieht so aus, wie es an den restlichen 365 Tagen im Jahr auch aussieht. Hier sind keine Kerzen und keine Kränze. Hier richt es nicht nach Weihnachten. Hier gibt es keine Plätzchen. Einzig ein Schokoladen-Nikolaus erinnert verschämt daran, dass es langsam Weihnachten wird.

Im Rest der Wohnung verhält es sich da schon etwas anders. Schließlich habe ich vier Mitbewohnerinnen, die darauf achten, dass Weihnachten auch bei uns Einzug hält. Mir als Mann obliegt dann höchstens noch die Aufgabe, Grünzeug für die Deko zu beschaffen.  Die Verarbeitung der Gewächse, die ich aus dem Wald mitbringe, übernehmen dann meine Mitbewohnerinnen. Ich persönlich finde das gut. Aufgaben sollten schließlich nach Talent und Motivation verteilt werden, weswegen ich auf jeden Fall der Falsche für das Basteln des Adventskranzes wäre. Ich ziehe also mit Messer und Säge los, komme mit Ästen und Zweigen wieder, und der Rest liegt dann nicht mehr in meinen Händen. Und da mir das Endergebnis auch relativ egal ist – es sollte einfach etwas mit Weihnachten zu tun haben – habe ich auch ziemlich wenig Mitspracherecht.

Der Rest der WG ist beim Thema Weihnachtsdekoration deutlich enthusiastischer als ich. Dementsprechend schwer ist es, alle zufriedenzustellen. Als Mitbewohnerin eins mit der Verarbeitung der Äste und Zweige fertig ist und unseren neuen Adventskranz präsentiert, sind die Mitbewohnerinnen zwei bis vier nicht sonderlich erbaut. Ich persönlich fand die Idee von schwarzen Kerzen zwar schon lustig, aber das Argument „Adventskranzkerzen müssen rot sein“ ist natürlich auch nicht von der Hand zu weisen. Der Kompromiss sind rote Kugeln, rote Sterne und eine weiße Nuss. Die Kerzen dürfen bleiben. Mehr Einigkeit herrscht da schon bei unseren Tannenzweigen. Die brauchen natürlich Wasser. Mangels Vase stellen wir sie in eine Flasche, die früher ein bekanntes russisches Getränk enthielt, was ich ebenfalls sehr lustig finde – der Rest aber nicht. Mittlerweile stehen die Zweige in einer rosa! Vase, was zwar meine Mitbewohnerinnen als Verbesserung empfinden,  mich persönlich aber nicht besonders anspricht.

Das habe ich auch geäußert, jedoch wurde der Vorschlag, doch wieder die Flasche zu nehmen, einstimmig abgelehnt.  Ich habe mich damit abgefunden, schließlich gäbe es ohne meine motivierten Mitbewohnerinnen gar keine Weihnachtsdeko. Deswegen ist mein Tipp auch ganz einfach: Entweder ihr kümmert euch selbst um die Dekoration, oder ihr akzeptiert das Ergebnis.

2 Kommentare zu “Weihnachtsdekoration”

  1. ben 13 Dezember 2011 at 18:37 #

    Hammer. Ich war selber da und ich muss sagen, dass mich die Flaschen-Deko total angesprochen hat – da muss ich dem Micha echt mal Rückendeckung geben…

  2. Knodt 14 Dezember 2011 at 19:58 #

    Was Deko betrifft, hat meine mütterliche Erziehung eindeutig keine Früchte getragen …


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