Gottes Liebe ist wie die Sonne – und auch wieder nicht!

Der Herrnhuter Lehrtext von heute heißt: „Unser Herr Jesus Christus und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen.“ (2.Thessalonicher 2,16-17)
Auffällig die Formulierung: Gott hat uns geliebt. Hat er? Und dann vielleicht nicht mehr? Er liebt uns doch dauernd, gleichbleibend.
Ja, schon. Aber es ist eine bei Paulus häufig vorkommende Ausdrucksweise: „Er hat mich geliebt“. (Herausforderung: Wo hat Paulus das so geschrieben? Find’s mal raus … mit Konkordanz oder Bibelsuchprogramm …)
Paulus dachte offenbar an bestimmte Ereignisse. Dort war es greifbar für ihn, dass Gott oder Christus ihm „konzentriert“ einen Erweis seiner Liebe gegeben hat.
Indem Gott uns erdacht und persönlich erschaffen hat. Indem er vor aller Zeit sich für uns entschieden hat (uns erwählt hat). Als Christus für uns starb und auferstand. Als er sich persönlich in mein Leben hineingemischt hat.
Meine Dankbarkeit wächst, wenn ich Gott seine Liebe nicht nur allgemein glaube, sondern an solche konkreten Momente denke.
Gottes Liebe ist eben doch nicht nur wie die Sonne, vorhersagbar regelmäßig, gewohnt, unauffällig. Sondern verdichtet sich in greifbaren Ereignissen seiner und meiner Geschichte. Er hat mich geleibt, immer wieder mal besonders.

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